Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) — snori
Gültig ab: 2026-07-02
§ 1 Geltungsbereich, Vertragspartner
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für sämtliche Verträge über die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform „snori" (snori.de) zwischen
INREMA Unternehmensberatung GmbH Rentmeister-Wilthelm-Weg 16 33181 Bad Wünnenberg vertreten durch die Geschäftsführerin Tanja Rüdiger Handelsregister: HRB 14352, Amtsgericht Paderborn USt-IdNr.: DE328873726 E-Mail (Kontakt allgemein): [email protected] E-Mail (Support/snori, siehe § 17): [email protected]
(nachfolgend „snori" oder „wir") und der jeweiligen natürlichen oder juristischen Person, die einen Account bei snori registriert (nachfolgend „Kunde").
(2) snori richtet sich sowohl an Verbraucher im Sinne des § 13 BGB als auch an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Wo diese AGB zwischen beiden Kundengruppen unterscheiden, ist dies in der jeweiligen Klausel ausdrücklich kenntlich gemacht.
(3) Bei snori handelt es sich um eine digitale Dienstleistung im Sinne der §§ 327 ff. BGB, da die Plattform dem Kunden fortlaufend Speicherung, Verarbeitung und Zugriff auf Daten ermöglicht. Die Vorschriften der §§ 327 ff. BGB (u. a. zu Bereitstellung, Änderungen, Mängelrechten) gelten ergänzend zu diesen AGB, soweit der Kunde Verbraucher ist.
(4) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, snori stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
(5) Diese AGB werden in deutscher und in englischer Sprache bereitgestellt. Rechtlich maßgeblich ist ausschließlich die deutsche Fassung; die englische Fassung ist eine unverbindliche Übersetzung als Service für nicht deutschsprachige Kunden (siehe auch § 18 Abs. 4).
§ 2 Vertragsgegenstand
(1) snori stellt eine cloudbasierte Plattform bereit, die dem Kunden als persönlicher, strukturierter Wissensspeicher dient — Dokumente, Notizen und strukturierte Tabellen (nachfolgend „Inhalte"). Der Kunde verwaltet seine Inhalte über eine Weboberfläche.
(2) Zusätzlich stellt snori eine technische Verbindung (nachfolgend „App") bereit, über die ein vom Kunden selbst gewähltes externes KI-System (z. B. ChatGPT, Claude, Gemini, Perplexity oder vergleichbare Dienste Dritter) lesend und/oder schreibend auf die Inhalte des jeweils aktiven Arbeitsbereichs (Workspace) des Kunden zugreifen kann — ausschließlich in dem Umfang, den der Kunde über seine Kontoeinstellungen zulässt.
(3) snori stellt die Plattform, die Speicherung, die Sicherheitsarchitektur sowie die App-Verbindung samt eines regelbasierten Rahmens für die Kommunikation zwischen dem angebundenen KI-System und der Plattform bereit (nachfolgend „Governance-Regelwerk"). snori ist nicht Anbieter, Betreiber oder Vertragspartner des vom Kunden verwendeten externen KI-Systems. Das Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden und dem jeweiligen KI-Anbieter richtet sich ausschließlich nach dessen eigenen Bedingungen.
(4) snori betreibt selbst kein eigenes generatives KI-Modell und ist nicht Anbieter im Sinne der Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung, „AI Act") für die vom Kunden angebundenen externen KI-Systeme. Der Kunde entscheidet eigenverantwortlich über Auswahl und Einsatz eines externen KI-Systems. snori bietet selbst keine automatisierte, allein KI-gestützte Rechts-, Steuer-, Medizin-, Finanz- oder Personalentscheidung an; von einer solchen Nutzung wird abgeraten.
(5) Der aktuelle Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweils gültigen Leistungsbeschreibung auf snori.de.
§ 3 Registrierung, Vertragsschluss, Testphase
(1) Die Nutzung setzt eine Registrierung voraus. Registrieren dürfen sich volljährige, unbeschränkt geschäftsfähige natürliche Personen sowie juristische Personen, vertreten durch eine hierzu berechtigte natürliche Person.
(2) Während der Beta-/Einführungsphase ist die Registrierung zusätzlich an einen von snori vergebenen Einladungscode gebunden.
(3) Der Vertrag kommt zustande, sobald der Kunde die Registrierung abschließt, diesen AGB zustimmt und die E-Mail-Adresse im Double-Opt-in-Verfahren bestätigt.
(4) Jedes Konto verfügt nach erfolgreicher Registrierung über eine kostenfreie Testphase von 30 Tagen mit vollem Funktionsumfang, ohne dass hierfür eine Zahlungsmethode hinterlegt werden muss. Die Registrierung selbst begründet keine Zahlungspflicht.
(5) Eine Zahlungspflicht entsteht erst in dem Moment, in dem der Kunde eine Zahlungsmethode hinterlegt und den kostenpflichtigen Fortbetrieb der Nutzung über die hierfür vorgesehene, ausdrücklich als zahlungspflichtig gekennzeichnete Schaltfläche bestätigt (§ 312j Abs. 3 BGB). Vor dieser Bestätigung weist snori den Kunden klar und in hervorgehobener Weise auf die zentralen Vertragsinformationen (Preis, Laufzeit, Kündigungsmöglichkeit) hin.
§ 4 Preise, Zahlung, eingeschränkter Zugriff bei fehlender Zahlung
(1) Es gilt der zum Zeitpunkt des Abschlusses des kostenpflichtigen Abonnements auf snori.de veröffentlichte Preis. Die ausgewiesenen Preise verstehen sich zzgl. der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer. Bei Kunden mit Sitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im EU-Ausland erfolgt die umsatzsteuerliche Behandlung nach den einschlägigen unionsrechtlichen Vorschriften für digitale Dienstleistungen (u. a. dem One-Stop-Shop-Verfahren); die zutreffende Umsatzsteuer wird bei Zahlung automatisiert ermittelt und ausgewiesen.
(2) Die Zahlung erfolgt monatlich per Kreditkarte über den Zahlungsdienstleister Stripe.
(3) Wird innerhalb der 30-tägigen Testphase keine gültige Zahlungsmethode hinterlegt, oder schlägt eine spätere Abbuchung fehl, wird das Konto in einen eingeschränkten Zustand versetzt: der Kunde kann sich weiterhin einloggen sowie bestehende Inhalte lesen und löschen; das Bearbeiten bestehender und das Anlegen neuer Inhalte sowie die Verbindung zwischen der App und dem externen KI-System werden gesperrt. Mit erfolgreicher Zahlung wird der volle Funktionsumfang unverzüglich wiederhergestellt.
§ 5 Preisänderungen
(1) snori ist berechtigt, den Preis für künftige Abrechnungsperioden mit Wirkung für die Zukunft anzupassen.
(2) Preisänderungen werden dem Kunden mindestens 14 Tage vor ihrem Inkrafttreten in Textform (z. B. per E-Mail oder über eine Mitteilung im Konto) unter Angabe des neuen Preises und des Zeitpunkts des Inkrafttretens angekündigt.
(3) Eine bereits bezahlte, laufende Abrechnungsperiode wird durch eine Preisänderung nicht berührt.
(4) Ist der Kunde mit der Preisänderung nicht einverstanden, kann er den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Preisänderung außerordentlich kündigen (Sonderkündigungsrecht). Widerspricht der Kunde nicht bis zu diesem Zeitpunkt und nutzt die Plattform danach weiter, gilt die Preisänderung als akzeptiert.
§ 6 Angemessene Nutzung
(1) Die Nutzung der Plattform, insbesondere des bereitgestellten Speicherplatzes und sonstiger Systemressourcen, muss sich im Rahmen einer für den Vertragszweck angemessenen Nutzung bewegen. Maßstab hierfür ist das durchschnittliche Nutzungsverhalten vergleichbarer Kunden von snori.
(2) Weicht die Inanspruchnahme eines Kunden davon deutlich und dauerhaft ab, ist snori berechtigt, dem Kunden nach eigenem Ermessen entweder ein gesondertes, der tatsächlichen Nutzung entsprechendes Entgelt anzubieten oder den Vertrag zum Ende der jeweils laufenden Abrechnungsperiode zu kündigen. Eine vorherige Ankündigung, Fristsetzung zur Reduzierung oder Benachrichtigung ist keine Voraussetzung für die Ausübung dieses Rechts.
(3) Dieses Recht besteht unabhängig von und zusätzlich zu den übrigen Kündigungsrechten dieser AGB.
§ 7 Vertragslaufzeit, Kündigung
(1) Das kostenpflichtige Abonnement hat eine Laufzeit von einem Monat und verlängert sich automatisch um jeweils einen weiteren Monat, sofern es nicht rechtzeitig gekündigt wird.
(2) Die Kündigung erfolgt ausschließlich durch Deaktivieren der automatischen Verlängerung über die entsprechende Funktion in den Kontoeinstellungen (Kündigungsbutton im Sinne des § 312k BGB) und wird zum Ende der jeweils laufenden Abrechnungsperiode wirksam. snori bestätigt den Eingang der Kündigung auf einem dauerhaften Datenträger (z. B. per E-Mail).
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt, insbesondere das Recht von snori zur Kündigung wegen weit überdurchschnittlicher Nutzung nach § 6 Abs. 2, zur fristlosen Kündigung nach § 9 Abs. 4 sowie das beiderseitige Sonderkündigungsrecht nach §§ 5 Abs. 4 und 15 Abs. 3.
§ 8 Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht gemäß §§ 355, 356 BGB zu.
Widerrufsbelehrung
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns
INREMA Unternehmensberatung GmbH, Rentmeister-Wilthelm-Weg 16, 33181 Bad Wünnenberg, E-Mail: [email protected]
mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. per E-Mail oder über die entsprechende Funktion in Ihrem Konto) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular (Anlage 1) verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart.
Haben Sie verlangt, dass die Nutzung der Plattform bereits während der Widerrufsfrist beginnen soll, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Leistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Leistungen entspricht.
(2) Hinweis: Da die kostenpflichtige Zahlungspflicht erst nach Ablauf der 30-tägigen Testphase entsteht, die gesetzliche Widerrufsfrist aber bereits vierzehn Tage nach Vertragsschluss (Registrierung) endet, betrifft der Widerruf in der Praxis regelmäßig die vorzeitige Beendigung des Kontos innerhalb der ersten 14 Tage. Eine spätere Beendigung, insbesondere zur Vermeidung künftiger Zahlungen, erfolgt über die ordentliche Kündigung nach § 7.
§ 9 Pflichten des Kunden, Nutzung, verbotene Inhalte
(1) Der Kunde ist für sämtliche Inhalte, die er selbst einträgt oder die durch ein von ihm angebundenes externes KI-System in seinem Workspace erzeugt, verändert oder gelöscht werden, allein verantwortlich.
(2) Der Kunde entscheidet eigenverantwortlich, welchem externen KI-System er über die App Zugriff auf seinen Workspace gewährt und in welchem Umfang (Lese-, Schreib-, Löschrechte). snori spricht hierzu keine Empfehlung aus (siehe § 10).
(3) Es ist untersagt, über snori Inhalte zu speichern, zu verbreiten oder zugänglich zu machen, die gegen geltendes deutsches oder europäisches Recht verstoßen — insbesondere kinder- und jugendgefährdende sowie kinderpornografische Inhalte, Darstellungen sexualisierter Gewalt gegen Minderjährige, verbotene Waffen und Gegenstände sowie sonstige nach StGB, JuSchG oder WaffG strafbare Inhalte.
(4) snori nimmt keine inhaltliche Vorabprüfung der gespeicherten Inhalte vor (kein Wortfilter, keine automatisierte Inhaltskontrolle, keine allgemeine Überwachungspflicht). Erlangt snori — etwa durch einen Hinweis eines Dritten oder eine behördliche Anfrage — Kenntnis von Inhalten gemäß Abs. 3, prüft snori den Sachverhalt und kann je nach Ergebnis die Sperrung der betroffenen Inhalte, eine Einschränkung des Accounts, die fristlose Kündigung des Vertragsverhältnisses und/oder eine Strafanzeige bei der zuständigen Behörde veranlassen. snori teilt dem Kunden die getroffene Maßnahme und deren Grund mit, soweit dem keine gesetzlichen oder ermittlungstaktischen Gründe entgegenstehen; der Kunde kann gegen die Maßnahme über den in § 17 genannten Kontaktweg Widerspruch einlegen.
§ 10 Verantwortlichkeit bei Nutzung der App-Verbindung zu externen KI-Systemen
(1) Handlungen eines vom Kunden angebundenen externen KI-Systems — insbesondere das Lesen, Verändern, Überschreiben oder Löschen von Inhalten — erfolgen im Rahmen der vom Kunden erteilten Berechtigungen und liegen außerhalb der Kontrolle von snori.
(2) snori schließt, soweit gesetzlich zulässig, die Haftung für Schäden aus, die dadurch entstehen, dass ein externes KI-System im Rahmen der ihm vom Kunden eingeräumten Berechtigungen Inhalte verändert, überschreibt oder löscht — einschließlich des Falls, dass der Kunde eine von snori angebotene Schutzfunktion (z. B. Lösch-Bestätigung, Freigabe-/Staging-Funktion) nicht aktiviert hat. Nicht von diesem Ausschluss erfasst sind Schäden, die auf einem eigenen Fehler von snori beruhen, insbesondere einer fehlerhaften Berechtigungsarchitektur, einer mangelhaften Zugriffskontrolle, einem eigenen Sicherheitsmangel oder einer sonstigen eigenen Pflichtverletzung von snori — hierfür gilt § 12.
(3) snori übernimmt keine Gewähr dafür, dass die App-Verbindung dauerhaft und uneingeschränkt mit jedem externen KI-System kompatibel bleibt. Ändert ein Anbieter eines externen KI-Systems dessen technisches Verhalten in einer Weise, die die Funktionsfähigkeit der App-Verbindung beeinträchtigt, stellt dies keinen von snori zu vertretenden Mangel dar; eine Haftung von snori hierfür ist ausgeschlossen, unbeschadet des Rechts des Kunden auf Mängelrechte nach §§ 327 ff. BGB, soweit die Beeinträchtigung im Verantwortungsbereich von snori liegt.
(4) snori stellt die Plattform sowie das Governance-Regelwerk bereit, das die Kommunikation zwischen dem angebundenen KI-System und der Plattform steuert und absichert, und pflegt dieses Regelwerk nach dem Stand der Technik.
§ 11 Verfügbarkeit
(1) snori ist bestrebt, die Plattform ohne geplante Ausfallzeiten zu betreiben und Aktualisierungen im laufenden Betrieb durchzuführen. Ist ein Wartungsfenster ausnahmsweise erforderlich, wird dies nach Möglichkeit vorab angekündigt.
(2) snori strebt eine jährliche Verfügbarkeit der Plattform von 97 % an. Hierbei handelt es sich um einen unverbindlichen Zielwert, keine vertraglich zugesicherte Beschaffenheit und kein Service Level Agreement.
(3) Von diesem Zielwert ausgenommen sind Zeiten angekündigter Wartungsfenster, Ereignisse höherer Gewalt sowie Beeinträchtigungen, die auf Störungen bei Drittanbietern (z. B. Stripe, dem Rechenzentrums-/Hosting-Anbieter, dem vom Kunden angebundenen externen KI-System) oder auf der allgemeinen Internetanbindung des Kunden beruhen und außerhalb des Einflussbereichs von snori liegen.
§ 12 Haftung
(1) snori haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer Pflichtverletzung von snori beruhen, für Schäden aus Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit sowie nach den zwingenden Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes.
(2) Für Schäden aus der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf, haftet snori bei leichter Fahrlässigkeit der Höhe nach beschränkt auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden.
(3) Im Übrigen ist die Haftung von snori für leicht fahrlässige Pflichtverletzungen ausgeschlossen; dies gilt insbesondere für die in § 10 und § 11 geregelten Sachverhalte, jeweils vorbehaltlich der dortigen Einschränkungen zugunsten eigener Pflichtverletzungen von snori.
(4) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen von snori.
§ 13 Datenschutz, Auftragsverarbeitung, Datensicherheit
(1) snori verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden gemäß der gesondert abrufbaren Datenschutzerklärung.
(2) Hinsichtlich der von snori verarbeiteten Daten sind zwei Rollen zu unterscheiden:
a) Für Account-, Vertrags-, Zahlungs- und Supportdaten ist snori Verantwortlicher im Sinne der DSGVO.
b) Für die vom Kunden in seinem Workspace gespeicherten Inhalte ist snori Auftragsverarbeiter im Sinne von Art. 28 DSGVO; der Kunde bleibt insoweit datenschutzrechtlich Verantwortlicher. Die Einzelheiten regelt der gesondert abzuschließende Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), abrufbar auf snori.de.
(3) snori speichert Workspace-Inhalte grundsätzlich in einem Rechenzentrum in Deutschland, das nach ISO/IEC 27001 zertifiziert ist, und setzt angemessene technische und organisatorische Maßnahmen zur Mandantentrennung und Datensicherheit ein, die fortlaufend dem Stand der Technik angepasst werden. Abweichungen von der Verarbeitung ausschließlich in Deutschland können sich insbesondere aus der Zahlungsabwicklung (Stripe), der Supportkommunikation, gesetzlich erforderlichen Verarbeitungen sowie aus der vom Kunden selbst gewählten Anbindung eines externen KI-Systems ergeben — letztere liegt außerhalb der Kontrolle von snori (§ 10). Eine Eignung der Plattform für besonders schutzbedürftige Daten von Berufsgeheimnisträgern (z. B. anwaltliche, ärztliche oder steuerberatende Mandatsdaten im Sinne des § 203 StGB) wird ausdrücklich nicht zugesichert; die Beurteilung, ob die Plattform für solche Daten geeignet ist, obliegt allein dem Kunden.
(4) snori gibt Inhalte des Kunden nicht an Dritte weiter, außer soweit dies zur Vertragserfüllung erforderlich (z. B. Zahlungsabwicklung) oder gesetzlich vorgeschrieben ist. Für den Zugriff eines vom Kunden selbst angebundenen externen KI-Systems gilt § 10.
(5) Im Falle einer Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten (Art. 33 DSGVO) unterscheidet snori nach der betroffenen Rolle gemäß Abs. 2: Betrifft die Verletzung Daten, für die snori Verantwortlicher ist (Abs. 2 lit. a), meldet snori dies unverzüglich, innerhalb der gesetzlichen Frist, der zuständigen Aufsichtsbehörde — der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen (LDI NRW). Betrifft die Verletzung Workspace-Inhalte, für die snori Auftragsverarbeiter ist (Abs. 2 lit. b), informiert snori unverzüglich den Kunden als Verantwortlichen; die Meldung an die zuständige Aufsichtsbehörde obliegt in diesem Fall dem Kunden.
§ 14 Rechte an Inhalten, Datenexport, Löschung
(1) Der Kunde behält sämtliche ihm zustehenden Rechte an seinen Inhalten. snori erwirbt hieran keine inhaltlichen Nutzungsrechte, sondern lediglich das für die Erbringung der vertraglich geschuldeten Leistung erforderliche, auf die Vertragsdauer beschränkte, nicht-exklusive Recht, die Inhalte zu speichern, zu verarbeiten und technisch bereitzustellen.
(2) Der Kunde sichert zu, zur Nutzung der von ihm eingestellten Inhalte berechtigt zu sein. Ist der Kunde Unternehmer, stellt er snori von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer Rechtsverletzung durch vom Kunden eingestellte Inhalte beruhen.
(3) Der Kunde kann seine Inhalte jederzeit über die Exportfunktion in seinem Konto (Markdown/JSON) sichern.
(4) Löscht der Kunde sein Konto, werden die zugehörigen Inhalte aus dem aktiven System unverzüglich gelöscht und stehen dem Kunden ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zur Verfügung. Sicherungskopien (Backups) werden im Rahmen des regulären Backup-Rotationszyklus überschrieben; Daten, für die eine gesetzliche Aufbewahrungspflicht besteht (z. B. Rechnungsdaten nach HGB/AO), werden für die Dauer dieser Pflicht gesondert vorgehalten. Solange das Konto besteht, bleiben die Inhalte gespeichert.
§ 15 Änderung dieser AGB
(1) snori ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, insbesondere um sie an geänderte rechtliche Rahmenbedingungen oder technische Weiterentwicklungen anzupassen.
(2) Änderungen werden dem Kunden mindestens 14 Tage vor ihrem Inkrafttreten in Textform (z. B. per E-Mail oder über eine Mitteilung im Konto) angekündigt.
(3) Stimmt der Kunde den geänderten AGB nicht aktiv zu, ist eine Fortsetzung der Nutzung ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung nicht möglich. Die ausbleibende Zustimmung berechtigt beide Parteien, das Vertragsverhältnis zu diesem Zeitpunkt außerordentlich zu kündigen (Sonderkündigungsrecht).
§ 16 Empfehlungsprogramm (Affiliate-Programm)
(1) snori bietet registrierten Kunden mit aktivem, kostenpflichtigem Abonnement die Möglichkeit, an einem Empfehlungsprogramm teilzunehmen (nachfolgend „Affiliate"). Die Teilnahme ist kostenlos; eine Eintrittsgebühr wird nicht erhoben.
(2) Jeder teilnehmende Kunde erhält einen individuellen Empfehlungslink. Wirbt ein Affiliate über diesen Link einen neuen Kunden, der sich registriert und selbst ein kostenpflichtiges Abonnement abschließt und bezahlt, erhält der Affiliate eine Provision in Höhe von 30 % des monatlichen Abonnementbetrags des geworbenen Kunden, solange dessen Abonnement fortbesteht und tatsächlich bezahlt wird. Für die bloße Registrierung eines geworbenen Nutzers ohne kostenpflichtigen Vertragsabschluss entsteht keine Provision.
(3) Die Zuordnung erfolgt über ein Tracking-Cookie mit einer Gültigkeit von 90 Tagen ab Klick auf den Empfehlungslink. Wird ein Interessent innerhalb dieses Zeitraums über mehrere unterschiedliche Empfehlungslinks geleitet, gilt das Last-Cookie-Wins-Prinzip: maßgeblich ist der zuletzt gesetzte Empfehlungslink vor Vertragsschluss.
(4) Provisionen werden dem Affiliate-Guthaben des werbenden Kunden gutgeschrieben. Wird die Zahlung des geworbenen Kunden storniert, rückerstattet oder als Chargeback zurückgebucht, oder stellt sich die Werbung nachträglich als betrügerisch heraus, wird die hierauf entfallende Provision aus dem Affiliate-Guthaben zurückbelastet. Eine Auszahlung kann ab Erreichen eines Guthabens von mindestens 50 EUR netto per PayPal beantragt werden; snori kann vor Auszahlung geeignete Maßnahmen zur Identitäts- und Missbrauchsprüfung verlangen.
(5) Im Rahmen der Teilnahme am Empfehlungsprogramm ist insbesondere nicht gestattet: a) die Empfehlung des eigenen Kontos, naher Angehöriger oder eigener Unternehmen (Selbstwerbung), b) das unautorisierte Setzen von Tracking-Cookies ohne Kenntnis oder Zustimmung des Nutzers (Cookie-Stuffing), c) irreführende oder täuschende Werbung mit dem Empfehlungslink, einschließlich Einkommensversprechen oder Zusicherungen zu „passivem Einkommen", d) das Bieten auf Marken- oder Firmennamen von snori im Rahmen bezahlter Suchanzeigen, e) der Versand von Spam-Nachrichten zur Bewerbung des Empfehlungslinks, f) die Bewerbung des Empfehlungslinks ohne erkennbare Kennzeichnung als Werbung, soweit gesetzlich eine Kennzeichnungspflicht besteht.
(6) Bei Verstößen gegen Abs. 5 ist snori berechtigt, bereits entstandene, aber noch nicht ausgezahlte Provisionsansprüche einzubehalten und die Teilnahme des betreffenden Kunden am Empfehlungsprogramm fristlos zu beenden.
(7) Der Affiliate ist für die zutreffende steuerliche Behandlung seiner Provisionseinnahmen selbst verantwortlich. Durch die Teilnahme am Empfehlungsprogramm entsteht kein Arbeits-, Handelsvertreter- oder sonstiges Anstellungsverhältnis zu snori, und es besteht keine Verpflichtung, weitere Affiliates zu werben.
§ 17 Support und Kontakt
(1) Support-Anfragen, Reklamationen, Beschwerden und Widerrufserklärungen sind an folgende E-Mail-Adresse zu richten: [email protected]. Die Kündigung des Abonnements erfolgt ausschließlich über die Kontoeinstellungen gemäß § 7 Abs. 2.
(2) snori ist bestrebt, gemeldete technische Probleme sowie eingehende E-Mails innerhalb von 72 Stunden zu bearbeiten bzw. zu beantworten. Hierbei handelt es sich um eine Zielgröße, kein vertraglich zugesichertes Service Level.
(3) Zur ersten Orientierung steht Kunden zusätzlich ein KI-gestützter Chatbot im Hilfebereich zur Verfügung. Dieser ersetzt nicht den in Abs. 1 genannten Kontaktweg.
§ 18 Anwendbares Recht, Gerichtsstand
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Ist der Kunde Verbraucher mit gewöhnlichem Aufenthalt in einem anderen Staat, bleiben die zwingenden verbraucherschützenden Bestimmungen dieses Staates von dieser Rechtswahl unberührt.
(2) Ist der Kunde Verbraucher, gelten ausschließlich die gesetzlichen Gerichtsstandsregelungen. Abs. 3 gilt für Verbraucher nicht.
(3) Ist der Kunde Kaufmann im Sinne des Handelsgesetzbuches, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag der Sitz von INREMA Unternehmensberatung GmbH (Paderborn). Dasselbe gilt, wenn ein solcher Kunde nach Vertragsschluss seinen Sitz aus Deutschland verlegt oder sein Sitz zum Zeitpunkt der Klageerhebung unbekannt ist.
(4) Diese AGB werden in deutscher und englischer Sprache bereitgestellt. Im Falle von Widersprüchen oder Auslegungsdifferenzen zwischen den Sprachfassungen ist ausschließlich die deutsche Fassung maßgeblich; die englische Fassung dient allein der Verständniserleichterung.
§ 19 Schlussbestimmungen
(1) Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform, soweit in diesen AGB nichts anderes bestimmt ist.
(2) Der Kunde kann Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag nur mit vorheriger Zustimmung von snori in Textform auf Dritte übertragen.
(3) Eine Aufrechnung ist dem Kunden nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen gestattet; ein Zurückbehaltungsrecht steht dem Kunden nur wegen Gegenansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis zu. Dies gilt nicht für Verbraucher.
(4) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
Anlage 1: Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es an [email protected] zurück.)
An INREMA Unternehmensberatung GmbH, Rentmeister-Wilthelm-Weg 16, 33181 Bad Wünnenberg, E-Mail: [email protected]
Hiermit widerrufe(n) ich/wir den von mir/uns abgeschlossenen Vertrag über die Nutzung der Plattform snori
- Bestellt am / erhalten am:
- Name des/der Verbraucher(s):
- Anschrift des/der Verbraucher(s):
- Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier):
- Datum:
Anlage 2: Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)
Als separates Dokument verfügbar: Auftragsverarbeitungsvertrag.